Ehrlich gesagt, der erste Campingurlaub kann entweder der Start einer großen Leidenschaft werden – oder eine Katastrophe, von der man noch Jahre später erzählt. Und meistens liegt’s nicht am Wetter oder am Pech, sondern an ziemlich vermeidbaren Fehlern.

Ich hab’s selbst erlebt, und ich kenne genug Leute, die nach ihrer ersten Nacht im Zelt geschworen haben : nie wieder. Dabei hätte es oft gereicht, ein paar Basics zu beachten. Wenn du dich gerade auf deinen ersten Trip vorbereitest, solltest du unbedingt weiterlesen. Und falls du noch nach weiteren Tipps suchst, schau mal auf https://www.guide-campings.fr vorbei – da gibt’s noch mehr praktische Infos rund ums Campen.

Fehler Nr. 1: Den Campingplatz nicht vorher recherchieren

Klar, spontan sein ist super. Aber einfach irgendwo hinfahren und hoffen, dass schon ein Platz frei ist ? Schlechte Idee. Besonders in der Hochsaison zwischen Juni und August sind viele Campingplätze komplett ausgebucht. Und dann stehst du da, müde nach stundenlanger Fahrt, und musst weitersuchen.

Was ich jedem rate : Schau dir vorher an, was der Platz bietet. Gibt’s Sanitäranlagen ? Wie weit sind die vom Stellplatz entfernt ? Gibt’s einen Supermarkt in der Nähe ? Manche Plätze liegen richtig abgelegen, und dann merkst du erst abends, dass du vergessen hast, Brot zu kaufen. Nicht lustig.

Und noch was : Lies die Bewertungen. Wirklich. Wenn da fünfmal steht „Duschen sind kalt“ oder „nachts total laut wegen der Straße“ – dann glaub’s. Manche Fotos auf den Webseiten sind auch… naja, sagen wir mal kreativ bearbeitet.

Fehler Nr. 2: Billiges Equipment kaufen und dann fluchen

Okay, ich verstehe das total. Du willst erstmal testen, ob Camping überhaupt was für dich ist, also kaufst du das günstigste Zelt beim Discounter. Problem : Wenn’s dann nachts regnet oder windig wird, merkst du schnell, warum das Ding nur 29 Euro gekostet hat.

Du musst nicht gleich 500 Euro für ein Zelt ausgeben, aber so um die 80-120 Euro für ein vernünftiges 2-3-Personen-Zelt sollten schon drin sein. Und bitte, teste das Zelt vorher im Garten auf. Kein Witz, das machen die wenigsten, und dann stehen sie beim ersten Mal eine Stunde da und wissen nicht, welche Stange wohin gehört.

Gleiches gilt für den Schlafsack. Ein dünner Sommerschlafsack ist super für Juli in Südfrankreich, aber im Mai in den Alpen ? Du wirst frieren. Check vorher die Temperaturen und kauf entsprechend. Die Komforttemperatur auf dem Schlafsack ist übrigens die, bei der du noch einigermaßen warm bleibst – nicht die Extremtemperatur.

Fehler Nr. 3: Zu viel (oder zu wenig) einpacken

Das ist echt die Kunst : Die Balance finden. Anfänger packen meistens viel zu viel ein. Drei Hosen für vier Tage ? Fünf T-Shirts ? Ein komplettes Kochset mit zehn verschiedenen Töpfen ? Das schleppt sich alles nicht von selbst.

Meine Faustregel : Überleg dir für jeden Tag ein Outfit, plus ein Ersatz-Set, falls was nass wird. Und beim Kochen reicht wirklich eine Pfanne, ein Topf und ein Campingkocher. Du kochst da draußen sowieso keine Fünf-Gänge-Menüs, glaub mir.

Aber – und das ist wichtig – es gibt Sachen, die darfst du nicht vergessen : Erste-Hilfe-Set, Taschenlampe (oder Stirnlampe, noch besser), Müllbeutel, Klebeband (rettet Leben, ehrlich), Zeckenzange. Und packt euer Handy-Ladegerät ein, selbst wenn ihr digital detoxen wollt. Sicher ist sicher.

Fehler Nr. 4: Die Isomatte unterschätzen

Viele denken : Ach, ich bin jung, ich kann auf dem Boden schlafen. Ja, kannst du. Aber willst du ? Nach der ersten Nacht mit einem platten Rücken und Hüftschmerzen wirst du eine ordentliche Isomatte richtig zu schätzen wissen.

Die dünnen Schaumstoffmatten für 5 Euro ? Vergiss es. Die sind höchstens was für Festival-Camping, wenn du eh nicht viel schläfst. Für echtes Camping brauchst du entweder eine selbstaufblasende Matte (ab ca. 40 Euro) oder eine aufblasbare mit gutem R-Wert. Der R-Wert gibt übrigens die Isolierung an – je höher, desto wärmer.

Persönlich finde ich die aufblasbaren besser, weil sie kompakter sind und sich bequemer anfühlen. Aber nimm auf jeden Fall ein Reparaturset mit, falls die Matte ein Loch bekommt.

Fehler Nr. 5: Keinen Plan B für schlechtes Wetter haben

Regen beim Campen ist normal. Wirklich, das passiert. Und wenn du keinen Plan hast, was du bei Regen machst, wird’s schnell deprimierend. Stundenlang im Zelt hocken und aufs Handy starren ? Nicht so geil.

Überleg dir vorher : Was gibt’s in der Nähe ? Museen, Hallenbäder, Cafés, überdachte Märkte ? Oder pack wenigstens ein Kartenspiel, ein Buch oder ein Tablet mit runtergeladenen Filmen ein. Und natürlich wasserdichte Kleidung – Regenjacke und wasserfeste Schuhe sind Pflicht.

Ein Pavillon oder ein Tarp über dem Kochbereich ist auch keine schlechte Idee. So könnt ihr wenigstens draußen kochen, ohne durchzuweichen.

Fehler Nr. 6: Den Aufbau in die Dunkelheit schieben

Klassischer Anfängerfehler : Du fährst los, denkst „ach, ich schaff das schon noch vor dem Abendessen“ – und dann stehst du um 21 Uhr im Dunkeln und versuchst verzweifelt, dein Zelt aufzubauen, während die Mücken dich auffressen.

Plane lieber so, dass du spätestens zwei Stunden vor Sonnenuntergang auf dem Campingplatz bist. Dann hast du genug Zeit, alles in Ruhe aufzubauen, dich einzurichten, vielleicht schon mal was zu kochen. Und falls doch was schiefgeht, siehst du wenigstens noch was.

Auch wichtig : Platzwahl. Nicht einfach den erstbesten freien Platz nehmen. Schau, ob der Boden eben ist (sonst rollst du nachts weg), ob du in einer Senke stehst (Wasser sammelt sich), ob Bäume drüberhängen (Vogelkot, runterfallende Äste). Klingt vielleicht übertrieben, aber das macht echt einen Unterschied.

Fehler Nr. 7: Die Campingplatz-Etikette ignorieren

Okay, das klingt jetzt spießig, aber es gibt ungeschriebene Regeln beim Campen. Und wenn du die missachtest, machst du dich schnell unbeliebt – oder hast selbst keinen ruhigen Urlaub.

Nummer eins : Nach 22 Uhr wird’s leise. Keine laute Musik, kein Geschrei, keine Partys. Viele Campingplätze haben sogar offizielle Ruhezeiten. Und mittags zwischen 13 und 15 Uhr ist auch oft Mittagsruhe – besonders auf Plätzen mit vielen Familien.

Zweite Regel : Sauberkeit. Hinterlasst euren Stellplatz so, wie ihr ihn vorgefunden habt. Müll gehört in die Tonne, nicht neben den Baum. Abwasser kippt man in die dafür vorgesehenen Stellen, nicht irgendwo auf die Wiese.

Und noch was : Respektiert den Platz der anderen. Nicht einfach durch fremde Parzellen laufen, nicht zu nah an andere Zelte aufbauen, nicht die Abkürzung über fremde Stellplätze nehmen. Das sind Basics, aber manche checken’s echt nicht.

Bonus-Tipp : Entspann dich

Weißt du was ? Selbst wenn du einen oder zwei dieser Fehler machst – es ist nicht das Ende der Welt. Camping ist Abenteuer, und manchmal läuft nicht alles perfekt. Das gehört dazu. Vielleicht wird gerade die Geschichte von der verregneten Nacht im klapprigen Zelt später deine lustigste Erinnerung.

Wichtig ist, dass du vorbereitet bist, aber flexibel bleibst. Pack vernünftiges Equipment ein, informier dich vorher, aber dann genieß einfach die Zeit draußen. Camping soll Spaß machen, kein Stress sein.

Viel Glück bei deinem ersten Trip – und glaub mir, wenn’s gut läuft, war’s bestimmt nicht dein letzter.

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